Roberto González-Monjas

Roberto González-Monjas

Dirigent, Violine

Biografie

Als gefragter Dirigent und Geiger etabliert sich Roberto González-Monjas schnell auf der internationalen Bühne. Er hat sich einen Ruf als natürliche musikalische Führungspersönlichkeit erarbeitet, die sich durch eine überzeugende künstlerische Vision, bemerkenswertes Charisma, grenzenlose Energie und große musikalische Finesse auszeichnet. Aktuell befindet er sich in seiner letzten Saison als Chefdirigent des Musikkollegium Winterthur in der Schweiz (seit August 2021); zudem ist er seit August 2023 Musikdirektor des Orquesta Sinfónica de Galicia in Spanien, seit September 2024 Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg und künstlerischer Leiter der Iberacademy in Kolumbien. Nach seinem Debüt beim Orchestre de Paris im Frühjahr 2025 wurde er zum Ersten Gastdirigenten des Orchesters ernannt, ein Amt, das er mit der Saison 2027–2028 antreten wird. In den Spielzeiten 2022–2023 und 2024–2025 war er zudem Erster Gastdirigent des Belgian National Orchestra. Das schwedische Ensemble Dalasinfoniettan ernannte ihn nach seiner vierjährigen Tätigkeit als Chefdirigent und künstlerischer Leiter (2019–2023) zum Ehrendirigenten.

Zu den Höhepunkten der Saison 2025–2026 zählen eine Produktion von Mozarts Die Zauberflöte bei der Salzburger Mozartwoche und Così fan tutte am Opernhaus Zürich sowie die Weltpremiere von Edmund Finnis’ Cellokonzert mit Sheku Kanneh-Mason und dem Los Angeles Philharmonic. Die Saison ist zudem geprägt von einer ausgedehnten UK-Tournee mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia, einer Asien-Tournee mit dem Mozarteumorchester sowie Gastdebüts beim Spanischen Nationalorchester, den Bamberger Symphonikern und dem Staatlichen Sinfonieorchester São Paulo. Nach einer Reihe bemerkenswerter Gastdirigate in den vorangegangenen Spielzeiten setzte Roberto González-Monjas in der Saison 2025–2026 seine enge Zusammenarbeit mit dem Oslo Philharmonic, dem Hong Kong Philharmonic, dem Orchestre national du Capitole de Toulouse und dem Netherlands Chamber Orchestra fort.

Zu den herausragenden bevorstehenden Debüts der Saison 2026–2027 gehören Konzerte mit dem New York Philharmonic, dem Netherlands Philharmonic, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt und dem Orchestra della Svizzera Italiana in Lugano. Roberto González-Monjas wird zudem zum Schwedischen Radio-Sinfonieorchester, zum Spanischen Nationalorchester, zum Oslo Philharmonic, zum Los Angeles Philharmonic und zum Hong Kong Philharmonic zurückkehren – Ensembles, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet. In seiner Funktion als designierter Erster Gastdirigent wird er in der Saison 2026–2027 zudem für zwei Projekte zum Orchestre de Paris zurückkehren.

Roberto González-Monjas arbeitet regelmäßig mit einem Kreis renommierter Sänger und Instrumentalisten zusammen, darunter Joyce DiDonato, Rolando Villazón, Ian Bostridge, André Schuen, Hilary Hahn, Lisa Batiashvili, Juan Diego Flórez, Clara-Jumi Kang, Andreas Ottensamer, Fazıl Say, Reinhard Goebel, Mao Fujita, András Schiff, Jan Lisiecki, Kirill Gerstein, Yeol Eum Son, Alexandre Kantorow, Paul Lewis, Kit Armstrong und Steven Isserlis. Er engagiert sich stark für die Musik unserer Zeit, brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung und arbeitet eng mit Komponisten wie Richard Dubugnon, Andrea Tarrodi, Anders Hillborg, Diana Syrse, Thierry Escaich und Hannah Kendall zusammen.

Angetrieben von einem tiefen Engagement für die Ausbildung und Förderung junger Talente, gründete Roberto González-Monjas gemeinsam mit dem Dirigenten Alejandro Posada die Iberacademy (Ibero-American Orchestral Academy). Die Institution widmet sich dem Aufbau eines effizienten und nachhaltigen Modells der Musikerziehung in Lateinamerika, mit besonderem Fokus auf gefährdete Bevölkerungsgruppen und die Unterstützung außergewöhnlich begabter junger Musiker. Die Iberacademy hat ihren Sitz in Medellín, Kolumbien, ist aber auch in Bolivien, Peru, Chile und Kuba tätig und bietet Studierenden lebensverändernde Möglichkeiten. Neben seiner Arbeit in Lateinamerika ist Roberto González-Monjas Professor für Violine an der Londoner Guildhall School of Music & Drama, wo er regelmäßig Studenten betreut und das Guildhall School Chamber Orchestra sowie das Guildhall School Symphony Orchestra in der Barbican Hall leitet.

Nach dem internationalen Erfolg von Mozart Serenades – seiner von der Kritik gefeierten Debüt-Einspielung mit dem Mozarteumorchester für Berlin Classics – erschien Anfang 2026 sein neuestes Album mit sämtlichen Violinkonzerten von Mozart bei Berlin Classics. Es wurde von der Fachwelt einhellig gelobt und mit dem renommierten Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seine Aufnahmen mit dem Musikkollegium Winterthur spiegeln die Breite seines stilistischen Spektrums und seine musikalische Neugier wider und umfassen ein Repertoire von Mozart, Beethoven und Saint-Saëns bis hin zu Schoeck, Prokofjew, C.P.E. Bach und Andrea Tarrodi. Als regelmäßiger Partner der Berliner Barock Solisten ist er zudem als Solist auf deren Sony-Classical-Einspielung von Bachs Brandenburgischen Konzerten unter der Leitung von Reinhard Goebel zu hören.

Roberto González-Monjas begann seine Karriere als Soloviolinist, Kammermusiker und Konzertmeister. Er war sechs Jahre lang Erster Konzertmeister des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie bis Sommer 2021 Erster Konzertmeister des Musikkollegium Winterthur. Er spielt eine Violine von Giuseppe Guarneri „filius Andreae“ aus dem Jahr 1710, eine großzügige Leihgabe von fünf Winterthurer Familien und der Rychenberg Stiftung.

Verbier Festival
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