Daniel Mitnitsky
Cello
Geboren in Tel Aviv, bildete sich der Cellist Daniel Mitnitsky 17 Jahre lang bei seinem Mentor Zvi Harell aus. Er studierte an der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv, am New England Conservatory in Boston in den Klassen von Paul Katz und Natasha Brofsky und anschließend an der International Menuhin Music Academy in Rolle, wo er von Pablo de Naverán unterrichtet wurde. Zudem hatte er das Privileg, fast einen Monat lang täglich mit dem großen Musiker Bernard Greenhouse zusammenzuarbeiten.
Schon früh erhielt Daniel Unterstützung vom „David Goldman Outstanding Young Musicians Program“ des Jerusalem Music Centre und der America-Israel Cultural Foundation. Seitdem hat er zahlreiche Preise und Stipendien gewonnen, darunter den „Rachel and Dov Gottesman Cello Prize“ des Aviv Competition, die „Dan Ben-Bassat Scholarship“ sowie die Ersten Preise in den Kategorien Konzert und Kammermusik der Buchmann-Mehta School of Music.
Kammermusik entwickelte sich für ihn sehr schnell zum bevorzugten Ausdrucksmittel. Während seines Studiums in Boston vertiefte er sich in das Repertoire für Streichquartett und trat dem „Honors Ensemble“-Programm bei.
2015 zog er nach Europa, um dem Aviv Quartett beizutreten, mit dem er in Europa, den USA, Israel, Kanada und Südamerika auftrat. In der letzten Saison widmete sich das Quartett den Streichquartetten Beethovens und spielte die Gesamtaufnahme im Rahmen einer Konzertreihe, die vom Schweizer Radio und Fernsehen aufgezeichnet wurde.
Er trat als Solist und Kammermusiker im Victoria Hall in Genf, in der Tonhalle Zürich, im KKL Luzern, in der Rosey Concert Hall, im Muziekgebouw Amsterdam, im de Doelen Rotterdam, im Tivoli Vredenburg in Utrecht, im Tel Aviv Museum of Art, im Jerusalem Theatre, in der Jordan Hall in Boston und in der Lviv National Philharmonic auf.
Er konzertiert mit den Menuhin Academy Soloists und ist Gast beim renommierten Perlman Music Program, der Cello Biennale Amsterdam, dem Gstaad Festival und dem Aspen Music Festival.
Er hatte die Freude, die Bühne mit namhaften Künstlern zu teilen, wie Maxim Vengerov, Itzhak Perlman, Shani Diluka, den Mitgliedern des Juilliard String Quartet, des Talich Quartetts und des Jacques Thibaud String Trios.
Auch dem Orchesterrepertoire widmet er sich; er leitete die Cellogruppe der Menuhin Academy Soloists, bevor er 2017 dem Orchestre de Chambre de Lausanne beitrat.
In dieser Saison 2020/2021 erscheint auf dem Label Naxos eine Aufnahme des Aviv Quartetts, die der Musik Schuberts gewidmet ist, mit dem Streichtrio D. 581 und dem Quintett D. 956, sowie eine Aufnahme mit dem Titel „Live at Zentrum Paul Klee Bern“ mit dem Ensemble „Tharice Virtuosi“ bei Claves.
Daniel spielt auf einem Violoncello von Giuseppe Rocca aus dem Jahr 1856, das ihm großzügig zur Verfügung gestellt wird.