Hanna Schwarz

Hanna Schwarz

mezzo-soprano

Biografie

Nach einem Psychologiestudium begann Hanna Schwarz ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule Hannover, wo sie auch ihr Operndebüt als Sigrune in Wagners Die Walküre gab. Nachdem sie einen Gesangswettbewerb in Berlin gewonnen hatte, wurde sie an die Hamburgische Staatsoper engagiert.

1975 debütierte sie in Bayreuth, wo ihr mit der Rolle der Fricka in Chéreau/Boulez’ Ring der internationale Durchbruch gelang. In den folgenden Jahren trat Hanna Schwarz in Bayreuth auch in den Rollen der Erda, Brangäne und Waltraute auf.

Es folgte eine internationale Karriere, die sie auf die größten Bühnen führte, wo sie mit renommierten Dirigenten zusammenarbeitete. Sie wirkte unter anderem an Ring-Produktionen in San Francisco, an der Metropolitan Opera unter der Leitung von James Levine, an der Bayerischen Staatsoper in München unter Wolfgang Sawallisch, an der Deutschen Oper Berlin, in Hamburg und am Covent Garden unter Bernard Haitink mit. Die Salzburger Festspiele engagierten sie für Parsifal und Die Zauberflöte unter Herbert von Karajan, gefolgt von Lulu (Geschwitz) und Salome (Herodias). Sie glänzte auch in den Rollen des Octavian, Orpheus, Carmen (in einer Produktion von Jean-Pierre Ponnelle mit Placido Domingo), der Amme (Die Frau ohne Schatten) und Klytämnestra (Elektra). Ihre Interpretation dieser letzten Rolle brachte ihr 1997 den Titel „Sängerin des Jahres“ ein.

Hanna Schwarz brilliert auch auf der Konzertbühne. Sie trat mit dem Cleveland Orchestra, den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra und dem Concertgebouw Orchestra in den renommiertesten Sälen Europas und Amerikas auf, wie der Carnegie Hall in New York, den Philharmonien in Berlin und Köln, dem Wiener Musikverein und dem Concertgebouw in Amsterdam, um nur einige zu nennen.

Sie wirkte auch an zahlreichen Rundfunkkonzerten und Aufnahmen mit, interpretierte Das Lied von der Erde, Gurrelieder, Sinfonien und Lieder von Gustav Mahler sowie Verdis Requiem unter der Leitung von Dirigenten wie Böhm, Ozawa, Levine, Mehta, Sinopoli, Maazel, Sawallisch, Dohnanyi und Bernstein. Die Künstlerin zeichnete sich auch durch ihre Interpretationen zeitgenössischer Musik aus, indem sie Werke von Maurizio Kagel, Hans Werner Henze, Pierre Boulez, Alfred Schnittke und Leonard Bernstein aufführte.

Zu ihren jüngsten Projekten gehören Neuproduktionen von Dialogues des Carmélites und Pique Dame in Basel, Konzerte von Die Dreigroschenoper in Wien, London, Paris und Hamburg, Salome in Valencia, Das Rheingold in Sevilla, Salome am New National Theatre in Tokio und eine Neuproduktion von Jenůfa an der Deutschen Oper Berlin.

Bei den Salzburger Osterfestspielen 2011 sang Hanna Schwarz die Herodias in Salome unter der Leitung von Sir Simon Rattle, sowie Neuproduktionen von Die Soldaten an der Bayerischen Staatsoper in München und am Opernhaus Zürich, sowie Jenůfa und Salome ebenfalls in Zürich. Zu ihren weiteren Engagements gehören Neuproduktionen von Tschaikowskys Die Zauberin und Peter Grimes am Theater an der Wien, Daphne in Basel und an der Hamburgischen Staatsoper, Jenůfa an der Metropolitan Opera in New York, an der Staatsoper Berlin und an der Bayerischen Staatsoper, sowie Eugen Onegin an der Bastille in Paris und Katja Kabanowa in Hamburg. Sie sang Eugen Onegin auch erneut in Hamburg.