SÀO SOULEZ LARIVIÈRE
Viola
Der französisch-niederländische Bratschist Sào Soulez Larivière hat sich als eine einzigartige Stimme auf der internationalen Bühne etabliert, die für ihre expressive Tiefe, stilistische Vielseitigkeit und fantasievolle Programmgestaltung geschätzt wird.
Sein rasanter Aufstieg war von bedeutender internationaler Anerkennung geprägt, darunter die Auszeichnung als „Young Artist of the Year“ 2023 bei den International Classical Music Awards (ICMA) und seine Nominierung als „ECHO Rising Star“ für die Saison 2024/25 durch die European Concert Hall Organisation – eine Nominierung, die von renommierten Häusern wie der Elbphilharmonie Hamburg, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Müpa Budapest und dem Barbican Centre London unterstützt wird. Diese Auszeichnungen folgen auf Erfolge bei bedeutenden Wettbewerben, darunter der erste Preis beim Prague Spring International Music Competition im Jahr 2023.
Als Solist arbeitet er mit Orchestern wie der Academy of St Martin in the Fields, der Prague Philharmonia, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem Tokyo Symphony Orchestra zusammen, wobei sein Repertoire von den großen Bratschenkonzerten bis hin zu selten aufgeführten Werken reicht.
Bestrebt, den Horizont des Bratschenrepertoires zu erweitern, setzt sich Sào für die Förderung zeitgenössischer Musik sowie für die Erstellung eigener Arrangements ein. Die Zusammenarbeit mit Komponisten wie Fazıl Say, Thomas Adès, Olli Mustonen und Julia Wolfe spielte eine wichtige Rolle bei der Formung seiner künstlerischen Stimme und seines Ansatzes beim Musizieren.
Die Kammermusik steht im Zentrum seiner musikalischen Identität, verwurzelt im gemeinsamen Musizieren mit seiner Schwester, der Geigerin Cosima Soulez Larivière, mit der er bereits seit frühester Kindheit und bis heute regelmäßig auftritt.
Zu seinen jüngsten und kommenden Engagements gehören Auftritte in der Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, im Konzerthaus Berlin, im BOZAR Brüssel und in der Philharmonie Luxembourg an der Seite von Künstlern wie Janine Jansen, Kirill Gerstein, Alice Sara Ott, Antoine Tamestit, Julia Hagen und Steven Isserlis.
Sào wurde 1998 in Paris geboren und begann seinen musikalischen Weg auf der Geige, bevor er an der Yehudi Menuhin School durch die Kammermusik die Bratsche für sich entdeckte. Anschließend setzte er sein Studium bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin sowie an der Kronberg Academy fort.
Parallel zu seiner Karriere als Bratschist spielt die Lehre eine wichtige Rolle in seinem musikalischen Leben; von 2023 bis 2026 wurde er zum Professor für Bratsche an der Universität Mozarteum Salzburg ernannt.
Sào spielt eine Bratsche, die 2013 von Frédéric Chaudière gefertigt wurde.