SAMRAT MAJUMDER
Bei Kerzenschein vereint der schottisch-indische Gitarrist Samrat Majumder Dowland, Bach und Schubert. Zwischen elisabethanischer Melancholie und barocker Architektur offenbart sein strahlendes Spiel die stille Tiefe und Menschlichkeit der Gitarre.
Programm
JOHN DOWLAND (1563–1626)
Praeludium & Fantasia Nr. 7 (arr. J. Hinojosa)
Drei Lieder
– Can She Excuse My Wrongs
– Flow My Tears, Now
– O Now I Needs Must Part
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750)
Suite für Laute Nr. 2, BWV 997
Präludium, Fuge und Allegro, BWV 998
FRANZ SCHUBERT (1797–1828)
Der Wanderer an den Mond, D.870
Litanei auf das Fest Aller Seelen, D.343
Das Programm entfaltet sich wie eine Zeitreise. Dowlands Tänze und Lieder eröffnen den Abend mit einer sanften, vom Abschied geprägten Melancholie. Bach folgt mit seinen leuchtenden Strukturen – einer Musik des Gleichgewichts und der Hingabe, in der die Gitarre zu einem wahren Lichtgefäß wird. Schließlich lassen zwei subtil transkribierte Schubert-Lieder das Instrument wie eine menschliche Stimme atmen.
Als Preisträger 2025 des Young Classical Artists Trust und einer der poetischsten Gitarristen seiner Generation verleiht Samrat Majumder diesem Rezital eine seltene Klarheit und tiefe Intimität. In der Protestantischen Kapelle scheint jeder Satz zwischen Stille und Gesang zu schweben.
DOWLAND Praeludium et Fantasia Nr. 7 (arr. J. Hinojosa)