RENCONTRES INÉDITES IV
Ein Programm des 20. und sogar 21. Jahrhunderts mit der Weltpremiere des Werks des georgischen Wunders Tsotne Zedginidze. Eine einmalige Gelegenheit, das beeindruckende Talent dieses 16-jährigen Musikers zu entdecken! Er wird am Klavier seine Komposition zusammen mit Solisten aufführen, die regelmäßig bei den Rencontres Inédites auftreten.
Programm
LEONARD BERNSTEIN (1918-1990)
Sonate für Klarinette und Klavier
(Génisson, Quentin)
IGOR STRAWINSKY (1882-1971)
Three Songs from William Shakespeare
(Jüngling, Neugebauer, Génisson, S. Ferrández)
TSOTNE ZEDGINIDZE (2009–)
Quintett für Klavier und Streicher (Uraufführung)
(Zedginidze, Bouchkov, Vaginsky, S. Ferrández, P. Ferrández)
Konzert ohne Pause
Besetzung
- Marc Bouchkov Violine
- Pablo Ferrández Violoncello
- Zofia Neugebauer Flöte
- Pierre Génisson Klarinette
- Emma Jüngling Mezzosopranistin
- Julien Quentin Klavier
- Tsotne Zedginidze Klavier
- Lir Vaginsky Violine
- Sara Ferrández Bratsche
Tsotne Zedginidze, Klaviertrio (Zedginidze, Barenboim, Cheng) 2024
Seine sehr frühen Auftritte beim Verbier Festival 2022 haben die Musikgeschichte des 21. Jahrhunderts geprägt: Tsotne Zegdinize begeisterte das Publikum mit seinen pianistischen Qualitäten und seinem Talent als Notenleser, das es ihm ermöglicht, ein Werk bereits beim ersten Lesen zu beherrschen. Doch vor allem die Einzigartigkeit seiner Kompositionen, die das Erbe des 20. Jahrhunderts, von Jazz bis Schostakowitsch, synthetisieren, ist faszinierend. Tsotne Zegdinizes Werke bieten einen spielerischen Zugang zum Hören und lassen niemanden unberührt.
Die selten aufgeführte Sonate für Klarinette und Klavier von Bernstein nimmt seine Arbeit an West Side Story vorweg, mit zahlreichen rhythmischen Veränderungen, die die mentale Entwicklung der musikalischen Figur dieses Stücks zu veranschaulichen scheinen. Ein gefundenes Fressen für den temperamentvollen Pierre Génisson.
Die Three Songs from William Shakespeare wiederum geben Emma Jüngling die Gelegenheit, ihre erzählerische Leichtigkeit zu entfalten. Diskret lyrisch, den Text an erste Stelle setzend, versöhnen diese drei Stücke das populäre Erbe mit den Kühnheiten der Moderne.