Mischa Maisky

Mischa Maisky

Cello

Biografie

Mischa Maisky, 1948 in Riga (Lettland) geboren, begann seine Ausbildung am Konservatorium seiner Heimatstadt, bevor er an das Konservatorium von St. Petersburg wechselte. Nach seinem Debüt 1965 mit der St. Petersburger Philharmonie wurde er als der „Rostropowitsch der Zukunft“ bezeichnet, gewann im darauffolgenden Jahr den Tschaikowsky-Wettbewerb und emigrierte 1971 nach Israel.

1973 erhielt er den Caspar-Cassado-Preis, debütierte mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra in der Carnegie Hall in New York unter der Leitung von William Steinberg und bekam von einem anonymen Bewunderer den Montagnana aus dem 18. Jahrhundert, auf dem er noch heute spielt.

Er ist der einzige Cellist, der bei den beiden großen Meistern dieses Instruments, Mstislaw Rostropowitsch und Gregor Piatigorsky, studiert hat. „Einer der bemerkenswertesten der jungen Generation von Cellisten. Sein Spiel verbindet Poesie und feine Sensibilität, großes Temperament und brillante Technik“ (Rostropowitsch).

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt Mischa Maisky mit Radu Lupu, Yuri Bashmet, Maxim Vengerov, Nelson Freire und Gidon Kremer, mit dem er das Doppelkonzert von Brahms mit den Wiener Philharmonikern und Leonard Bernstein aufgenommen hat (DGG/mit Video). Er arbeitet außerdem mit Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, Myung-Whun Chung, Zubin Mehta und Giuseppe Sinopoli zusammen. Eine besonders intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit Martha Argerich. Das Duo feiert 2025 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Im Laufe seiner Karriere ist Mischa Maisky mit zahlreichen Orchestern aufgetreten, darunter das Royal Philharmonic Orchestra, die Wiener Philharmoniker, das Israel Philharmonic, das Orchestre de Paris, das Russian National Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Prague Radio Symphony Orchestra, das Orchestre de la Suisse Romande, die Dresdner Philharmonie, das Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, das Concertgebouw Chamber Orchestra, die St. Petersburg Philharmonic, die Kremerata Baltica…

Seine lange und glanzvolle Karriere hat ihm zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen eingebracht, darunter den Lifetime Achievement Award, der ihm 2018 beim 46. Istanbul Musikfestival verliehen wurde, den Titel eines Ehrenmitglieds der Royal Academy of Music im Jahr 2019, Accademico Onorario der Accademia di Santa Cecilia und den Honorary Fellow Award der Jerusalem Academy of Music and Dance.

Aus seiner umfangreichen Diskografie sind zu nennen: mit Martha Argerich Debussy/Franck (EMI) sowie Schubert/Schumann (Philips). Bei DGG, wo er Exklusivkünstler ist: die Bach-Suiten, die in Tokio dreimal den „Record Academy Prize“ und in Paris den „Grand Prix du Disque“ erhielten und mit denen er 2002 eine Welttournee unternahm, die Sonaten von Bach und Beethoven (Diapason d’Or und Grammy-nominiert) mit Martha Argerich, das Schumann-Konzert mit den Wiener Philharmonikern und Bernstein, die drei Haydn-Konzerte mit dem Chamber Orchestra of Europe, Dvorak und Bloch mit dem Israel Philharmonic und Bernstein, das Elgar-Konzert und Tschaikowskys Rokoko-Variationen mit dem Philharmonia Orchestra und Sinopoli (Academy Award in Tokio), die Alben „Méditation“, „Adagio“ und „Cellissimo“, Anthologien mit Miniaturen, die Schostakowitsch-Konzerte mit dem London Symphony und Michael Tilson-Thomas, die Vivaldi- und Boccherini-Konzerte mit dem Orpheus Chamber Orchestra, bei seiner ersten Rückkehr nach Moskau die Prokofjew- und Miaskowski-Konzerte mit dem Russischen Nationalorchester und Mikhail Pletnev sowie die Trios von Tschaikowsky und Schostakowitsch mit Martha Argerich und Gidon Kremer.

Kürzlich erschienen: bei DGG ein Album mit Transkriptionen russischer Romanzen, das Klavierquartett Nr. 1 von Brahms und Fantasiestücke von Schumann mit Martha Argerich, Gidon Kremer und Yuri Bashmet, das Cellokonzert von Dvorak mit den Berliner Philharmonikern und Zubin Mehta sowie bei EMI das Tripelkonzert von Beethoven mit Martha Argerich und Renaud Capuçon.