Simon Rattle
Dirigent
Sir Simon Rattle wurde in Liverpool geboren und studierte an der Royal Academy of Music. Er ist Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Chefdirigent Emeritus des London Symphony Orchestra. Er ist außerdem Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Gründungsmitglied der Birmingham Contemporary Music Group, die er während seiner achtzehn Jahre als Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra von 1980 bis 1998 gegründet hat. Von 2002 bis 2018 war er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. 2024 wurde er zum Ersten Gastdirigenten der Tschechischen Philharmonie ernannt und ist Inhaber des Rafael-Kubelík-Lehrstuhls.
Sir Simon Rattle tourt regelmäßig durch Europa, die USA und Asien und pflegt enge und langjährige Beziehungen zu den renommiertesten Orchestern der Welt. Er dirigiert regelmäßig die Staatskapelle Berlin, die Berliner Philharmoniker, das Chamber Orchestra of Europe und die Tschechische Philharmonie. Zu seinen jüngsten Opernproduktionen zählen Der Rosenkavalier an der Metropolitan Opera, Janáčeks Katya Kabanova an der Staatsoper Berlin sowie Tristan und Isolde und Wozzeck mit dem London Symphony Orchestra beim Festival d’Aix-en-Provence.
Die musikalische Bildung nimmt in seinem Werdegang einen zentralen Platz ein. Als Musikdirektor des London Symphony Orchestra kündigte er die Gründung der LSO East London Academy an, eines kostenlosen Programms zur Entdeckung und Förderung des musikalischen Potenzials junger Menschen im Osten Londons. An der Spitze der Berliner Philharmoniker erneuerte er die Bildungs- und Vermittlungsprogramme des Orchesters grundlegend, was ihm zahlreiche internationale Auszeichnungen einbrachte.
Sir Simon Rattle wurde 1994 von Königin Elisabeth II. geadelt und erhielt 2014 den britischen Order of Merit. 2018 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet und erhielt 2019 den Titel Freedom of the City of London. 2025 wurde ihm in München der Ernst von Siemens Musikpreis verliehen.