Bernard Richter

Bernard Richter

tenor

Biografie

Der in der Schweiz geborene Bernard Richter gilt heute als einer der gefragtesten Tenöre seiner Generation.

Er tritt regelmäßig auf den bedeutendsten Opernbühnen der Welt auf, darunter das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House London, die Wiener Staatsoper, die Opéra national de Paris, die Bayerische Staatsoper, das Teatro Real in Madrid, das Opernhaus Zürich, das Grand Théâtre de Genève, das New National Theatre Tokyo und die Salzburger Festspiele.
Zu seinen emblematischen Rollen gehören die Titelpartien in Pelléas et Mélisande, Idomeneo und La clemenza di Tito sowie Don Ottavio (Don Giovanni), Lurcanio (Ariodante) und der Chevalier de la Force (Dialogues des Carmélites).

In der Saison 2026/27 wird Bernard Richter in mehreren Aufführungen von Beethovens Symphonie Nr. 9 zu hören sein, unter anderem mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Daniele Gatti, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Lahav Shani und dem Copenhagen Philharmonic unter Marc Minkowski. Ein weiterer Höhepunkt der Saison ist die Aufnahme von Debussys Pelléas et Mélisande mit dem Orchestre de la Suisse Romande und Kent Nagano.

Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählten die Titelpartie in Pelléas et Mélisande an der Scala, Idomeneo in Luxemburg und an der Wiener Staatsoper sowie Don Ottavio mit dem Budapest Festival Orchestra in Budapest, Vicenza und Baden-Baden. Auf der Konzertbühne sang er Beethovens Symphonie Nr. 9 beim Maggio Musicale Fiorentino, Schumanns Der Rose Pilgerfahrt in Basel und Händels Messias in der Collégiale de Neuchâtel. Zudem nahm er die Rolle des Haman in Thomas de Hartmanns Oper Esther für das Label Pentatone auf.

In der Saison 2024/25 interpretierte er die Titelpartien in La clemenza di Tito unter der Leitung von Tomáš Netopil in Genf und Pelléas et Mélisande an der Opéra national de Paris. Zu seinen Konzertengagements gehörten unter anderem Die Jakobsleiter von Schönberg mit Ingo Metzmacher in der Elbphilharmonie Hamburg, Berlioz‘ Messe solennelle in Bern, Beethovens Symphonie Nr. 9 unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner auf Tournee in Ferrara, Bologna und Mailand sowie Bachs H-Moll-Messe beim Verbier Festival. Zudem nahm er das Tenorsolo in Hugo Alfvéns Symphonie Nr. 4 mit dem Dirigenten Łukasz Borowicz für das Label jpc auf.

Seine Saison 2023/24 begann mit der Fortsetzung einer Europatournee mit dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Iván Fischer in der männlichen Titelrolle von Pelléas et Mélisande in Budapest, mehreren italienischen Städten und in der Elbphilharmonie Hamburg. Nach der vielbeachteten Neuproduktion von Dialogues des Carmélites an der Wiener Staatsoper in der vorangegangenen Saison, in der er den Chevalier de la Force verkörperte, übernahm er diese Rolle in der Wiederaufnahme im Januar 2024. Ein weiterer bedeutender Höhepunkt war eine Neuproduktion von La clemenza di Tito an der Staatsoper Hamburg unter der Leitung von Ádám Fischer, in der er die Rolle des römischen Kaisers sang.

Zu den Meilensteinen seiner Karriere zählen seine Auftritte als Pelléas in Tokio, Don Ottavio (Don Giovanni), Idomeneo und die Titelpartie in Schuberts Fierrabras an der Scala, sein Debüt am Royal Opera House als Tamino (Die Zauberflöte), eine Neuproduktion von Ariodante am Bolschoi-Theater in Moskau als Lurcanio sowie sein Debüt am Teatro Real in Madrid in der Titelpartie von La clemenza di Tito.

Pelléas bleibt eine der prägenden Rollen im Repertoire von Bernard Richter. Er interpretierte sie an der Wiener Staatsoper, am Teatr Wielki – Polnische Nationaloper in Warschau, an der Opéra de Lyon sowie mit dem Orchestre symphonique de Montréal. Sein weit gefächertes Repertoire umfasst zudem Tamino (Die Zauberflöte), Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Des Grieux (Manon), Hylas (Les Troyens), Bénédict (Béatrice et Bénédict), Erik (Der fliegende Holländer), Froh (Das Rheingold), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe), Fritz (La Grande-Duchesse de Gérolstein), Pâris (La Belle Hélène), Alphonse de Monza in Hérolds Zampa sowie die Titelpartien in Lullys Atys , Lucio Silla und Mitridate.

Parallel zu seiner Opernkarriere ist Bernard Richter auch ein allseits geschätzter Konzertsänger. Im Jahr 2023 gab er mehrere Konzerte in Rom und Turin mit Daniele Gatti, wobei er Mendelssohns Elias und den Lobgesang interpretierte. Zu seinen jüngsten Konzert-Höhepunkten zählen Frank Martins Golgotha im Brucknerhaus Linz unter der Leitung von Markus Poschner, Haydns Die Schöpfung mit Zubin Mehta beim Maggio Musicale Fiorentino, Beethovens Messe in C-Dur unter William Christie in Madrid, Beethovens Symphonie Nr. 9 unter Teodor Currentzis in St. Petersburg und anschließend mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan sowie Konzerte mit Les Musiciens du Louvre bei den Salzburger Pfingstfestspielen.

Er arbeitet regelmäßig mit renommierten Orchestern wie dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, den Berliner Symphonikern, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg und dem Swedish Radio Symphony Orchestra zusammen. Seine Konzerte führten ihn in so prestigeträchtige Säle wie die Salle Gaveau in Paris, die Tonhalle Zürich, das styriarte in Graz, das Gewandhaus zu Leipzig, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und das Wiener Konzerthaus.

Seine Opern- und Konzertengagements führten Bernard Richter zur Zusammenarbeit mit vielen der heute profiliertesten Dirigenten, darunter Philippe Jordan, Daniel Harding, William Christie, Ádám Fischer, Kent Nagano, Marc Minkowski, Jeffrey Tate, Ivor Bolton, Nikolaus Harnoncourt, Fabio Luisi, Sir Neville Marriner, Sylvain Cambreling, Peter Schneider, Iván Fischer und Raphaël Pichon. Er arbeitete zudem mit namhaften Regisseuren wie Laurent Pelly, Christof Loy, Nikolaus Lehnhoff, Keith Warner, Pierre-Emmanuel Rousseau, Jean-Marie Villégier, Christophe Honoré, Zabou Breitman und Kasper Holten zusammen.

Nach Abschluss seiner Gesangsausbildung in seiner Heimat Schweiz wurde Bernard Richter Mitglied des Opernstudios Biel, von wo aus er seine internationale Karriere startete.