Kammermusik

AMIRA ABOUZAHRA / JULIEN QUENTIN

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Bartók, Kodály, Salama, Strauss

Erst 20 Jahre alt, fesselt Amira Abouzahra, Studentin unserer Academy mit ungarisch-ägyptischen Wurzeln, durch ein Spiel von seltener Intensität und eine bereits beeindruckende Bühnenpräsenz. In Wien in einer Musikerfamilie ausgebildet, gibt sie in diesem Sommer ihr Verbier-Debüt an der Seite von Julien Quentin mit einem schwungvollen und kontrastreichen Programm, in dem insbesondere die brillante Violinsonate von Richard Strauss erstrahlt.

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Programm

BÉLA BARTÓK (1881-1945)
Rhapsodie Nr. 2 für Violine und Klavier Sz. 89

ZOLTÁN KODÁLY (1882-1967)
Adagio (Fassung für Viola und Klavier)

GAMAL SALAMA (1945-2021)
Drei arabische Tänze für Violine und Klavier

Pause

RICHARD STRAUSS (1864-1949)
Sonate für Violine und Klavier in Es-Dur op. 18
Walzer aus dem Rosenkavalier, Transkription für Violine und Klavier von V. Příhoda

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Besetzung

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Amira Abouzahra spielt Enescu: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 in f-Moll, Op. 6

Für ihr Rezital stellen Amira Abouzahra und Julien Quentin die Vielfalt der Ästhetiken in den Vordergrund, die sich im frühen 20. Jahrhundert entfalteten. Die fulminante Strauss-Sonate, zwischen kammermusikalischer Intimität und symphonischer Weite, bringt ein sehr aktives Klavier und eine Violine von sinnlichem Charme zusammen. Der gesamte Wiener Geist verkörpert sich im Walzer des Rosenkavaliers, arrangiert von Vasa Prihoda, einem Virtuosen der österreichisch-ungarischen Schule, der Kreisler gut kannte. Das Adagio von Kodály bleibt in dieser Ader: Zum letzten Mal lässt sich der Komponist vom großen Stil inspirieren und entfaltet sein Werk mit aristokratischem Schwung. Bald darauf sollte er Béla Bartók begegnen, der ihn dazu anregte, seine Inspiration aus der nationalen Folklore zu schöpfen. Ein perfektes Beispiel für diesen Ansatz ist seine Zweite Rhapsodie, die Melodien, die auf charakteristischen Intervallen aufgebaut sind, mit Gegenstimmen ausgleicht, die Naturgeräusche evozieren. Als wahre Raritäten heben die Arabischen Tänze die Verwandtschaft dieses osteuropäischen Raums mit dem musikalischen Erbe des Osmanischen Reiches hervor.