Ballaké Sissoko
Kora
Nach einer Ausbildungszeit bei seinem mütterlichen Großvater Cherifou Sissoko, ebenfalls Koraspieler, tritt Ballaké im Alter von 13 Jahren dem Ensemble Instrumental National du Mali bei. Er vervollkommnet sein Spiel an der Seite großer Meister: Sidiki Diabaté (Vater von Toumani Diabaté), N’Fa Diabaté und Batrou Sékou Kouyaté. 1991 verlässt er im Alter von 23 Jahren das Ensemble Instrumental, um Kandia Kouyaté zu begleiten, eine der emblematischsten malischen Sängerinnen-Griottes. Mit einem innovativen Koraspiel wird er rasch zum gefragtesten Instrumentalisten der ersten Generation großer Griottes. 1997 nimmt er sein erstes Album unter eigenem Namen auf, Kora music from Mali, gefolgt 1998 von einem zweiten, gleichnamigen Album. 1999 veröffentlicht er bei Hannibal gemeinsam mit Toumani Diabaté das Album Nouvelles cordes anciennes. Im selben Jahr hat Ballaké einen vielbeachteten Auftritt beim Festival des Musiques Métisses d’Angoulême und veröffentlicht im darauffolgenden Jahr bei Label Bleu das Album Deli, das den Beginn seiner Solokarriere markiert. In der Folge vervielfacht Ballaké die musikalischen Begegnungen mit Ross Daly, Keyvan Chemirani oder Ludovico Einaudi. 2005 etabliert ihn sein zweites Album bei Label Bleu, Tomora, als einen der vielversprechendsten Kora-Virtuosen der neuen Generation. Seine Zusammenarbeit mit Vincent Ségal beginnt 2009 mit der Aufnahme des Albums Chamber Music und setzt sich mit Musique de Nuit fort, das 2015 erschien.