Vadim Repin

Vadim Repin

Violine

Biografie

Vadim Repin wurde 1971 in Sibirien geboren und gewann im Alter von elf Jahren alle Kategorien des Wieniawski-Wettbewerbs. Unmittelbar darauf folgten seine Debüts in Moskau und Sankt Petersburg; mit vierzehn Jahren trat er erstmals in Tokio, München, Berlin und Helsinki auf, ein Jahr später dann in der New Yorker Carnegie Hall. Mit siebzehn wurde er zum jüngsten Preisträger in der Geschichte des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs. Seither ist er mit den renommiertesten Orchestern und Dirigenten der Welt in allen großen Musikzentren aufgetreten. Zu seinen Partnern zählen bedeutende Dirigenten wie Ashkenazy, Boulez, Chailly, Chung, Dohnányi, Dutoit, Gergiev, Jansons, Levine, Mehta, Muti, Nagano, Ozawa, Temirkanov und Thielemann sowie Kammermusikpartner wie Argerich, Bartoli, Capuçon, Golan, Kissin, Kniazev, Korobeinikov, Lang Lang, Lugansky und Maisky.

Vadim Repin hat für Warner Classics die großen russischen Violinkonzerte von Schostakowitsch, Prokofjew und Tschaikowski eingespielt; für Deutsche Grammophon das Violinkonzert von Beethoven und die Kreutzer-Sonate mit Martha Argerich, mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Riccardo Muti; sowie das Violinkonzert und das Doppelkonzert von Brahms (mit Truls Mørk am Violoncello) mit dem Gewandhausorchester unter der Leitung von Riccardo Chailly. Die für Deutsche Grammophon mit Mischa Maisky und Lang Lang aufgenommenen Trios von Tschaikowski und Rachmaninow wurden mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, und eine CD mit Sonaten von Grieg, Janáček und César Franck mit Nikolai Lugansky erhielt den BBC Music Award. 2010 erhielt er die höchste französische Auszeichnung, die Victoire d’Honneur, sowie den Titel Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres, in Anerkennung seiner Verdienste um die Musik. In Peking wurde er 2014 zum Honorarprofessor des Zentralen Musikkonservatoriums ernannt, im darauffolgenden Jahr dann des Konservatoriums von Shanghai. Die musikalische Ausbildung nimmt im Leben von Vadim Repin einen wichtigen Platz ein: Er gibt Meisterklassen für junge Geigerinnen und Geiger an der Universität Mozarteum Salzburg und war Jurymitglied beim Donatella-Flick-Dirigierwettbewerb in London, beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau sowie beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel.

Im April 2014 gründete er das jährliche Transsibirische Kunstfestival und wurde dessen künstlerischer Leiter; das Festival findet weiterhin begeisterten Zuspruch in Nowosibirsk und in zahlreichen russischen Städten sowie in Japan, Israel, Wien, den USA und Frankreich. Das Festival präsentierte die Uraufführungen mehrerer ihm gewidmeter Violinkonzerte: „Voices of Violin“ von Benjamin Yusupov, „De Profundis“ von Lera Auerbach, „Ex Oriente Lux“ von Alexander Raskatov, das Violinkonzert von Ilya Demutsky sowie „Dialogue: You and I“ von Sofia Gubaidulina (für Deutsche Grammophon mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Andris Nelsons aufgenommen). Zuletzt brachte Vadim Repin die revidierte Fassung von Arvo Pärts „La Sindone“ zur Uraufführung, zu der der Komponist anlässlich seines 85. Geburtstags eine für ihn geschriebene Soloviolinpartie hinzugefügt hat. Auf einer Europatournee mit dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra übernahm er die Uraufführung sowie zahlreiche weitere Aufführungen des Doppelkonzerts „Shadow Walker“ von Mark-Anthony Turnage an der Seite von Daniel Hope.

Zu seinen jüngsten Höhepunkten zählen Aufführungen des Programms „Pas de Deux“, das er mit der international renommierten Primaballerina Svetlana Zakharova in Hongkong, Maskat, in Japan und in Korea präsentierte, sowie Konzerte beim Enescu-Festival in Bukarest, in Verbier und beim Festival in Montréal mit dem RAI-Orchester Turin, dem Orquesta de Valencia und dem Japan Philharmonic, Orchesterkonzerte in Abu Dhabi, in Polen, Italien und Frankreich sowie Recitals in Seoul und Rom.

Vadim Repin spielt eine Violine von Niccolò Amati aus dem Jahr 1664.