MARC BOUCHKOV / MIKHAÏL PLETNEV
1886 entstanden, besticht César Francks Sonate für Violine und Klavier durch ihr Feuer, ihre Romantik und ihre Intensität. Dieser Gipfel der Kammermusik bildet den würdigen Abschluss eines Rezitals auf höchstem Niveau mit zwei Solisten von magnetischer Ausstrahlung: dem Geiger Marc Bouchkov und dem Pianisten Mikhaïl Pletnev.
Programm
FRANZ SCHUBERT (1797–1828)
Sonatine für Violine und Klavier D-Dur D 384
EDVARD GRIEG (1843–1907)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 c-Moll op. 45
Pause
ALEXEY SHOR (1970–) / MIKHAÏL PLETNEV (1957–)
Sonate für Violine und Klavier h-Moll
CÉSAR FRANCK (1822–1890)
Sonate für Violine und Klavier A-Dur FWV 8
Marc Bouchkov und Mao Fujita spielen Beethoven: Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 D-Dur op. 12 Nr. 1
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Nachdem er uns vor einigen Jahren eine großartige Gesamteinspielung der Beethoven-Sonaten geschenkt hat, stellt Marc Bouchkov sein Konzert unter das Zeichen einer jugendlichen Sonatine von Schubert. Begleitet wird der belgische Geiger von einem der großen Musiker unserer Zeit, den das Verbier Festival auch diesen Sommer wieder begrüßt: Mikhaïl Pletnev. Als letztes Kammermusikwerk seines Schöpfers entfaltet Griegs Sonate Nr. 3 eine beeindruckende Palette an Emotionen: Die für den norwegischen Komponisten ungewohnt düstere Inspiration verbindet sich mit Gefühlen von brennender Expressivität. Die wohlklingende Sonate von Alexey Shor, die von Pletnev selbst transkribiert wurde (ursprünglich handelte es sich um ein Violinkonzert), hat sich als moderner Klassiker des Repertoires etabliert. Und zum Finale: Welch ein Vergnügen, Bouchkovs strahlende Maggini von 1630 in jener kleinen Phrase aus Francks Sonate zu hören, die einen gewissen Marcel Proust so sehr faszinierte!