THIBAUT GARCIA / ANTOINE MORINIÈRE
Mit ihrer atemberaubenden formalen Intelligenz wecken die Goldberg-Variationen beim Hören ein immerwährendes Staunen. Nach den legendären Aufnahmen von Glenn Gould aus den Jahren 1956 und 1981 legen Thibaut Garcia und Antoine Morinière eine neue Fassung von Johann Sebastian Bachs Meisterwerk vor, das in dieser Version für zwei Gitarren eine neue Vollendung findet.
Programm
JOHANN SEBASTIAN BACH (1685–1750)
Goldberg-Variationen BWV 988 (Arr. T. Garcia & A. Morinière)
Konzert ohne Pause
Thibaut Garcia spielt La Cumparsita (Gerardo Matos Rodríguez)
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Um die Goldberg-Variationen ranken sich zahlreiche Legenden. Das 1741 veröffentlichte Werk soll bei Bach in Auftrag gegeben worden sein, um die schlaflosen Nächte des Grafen von Keyserling zu füllen, dessen Cembalist Goldberg hieß … Die Anekdote ist natürlich apokryph, verdeutlicht aber das Ausmaß einer Musik, die sich in dreißig Variationen entfaltet, welche ausgehend von der berühmten einleitenden Aria in zwei große Tableaus unterteilt sind. Die Goldberg-Variationen stellen somit eine Synthese aller Tänze und Kompositionstechniken dar, die der Komponist bis zu diesem Zeitpunkt verwendete: Giguen, Sarabanden, Inventionen, Fugen, Toccaten, Kanons – alle auf demselben harmonischen Bass aufgebaut. Die abschließende Rückkehr der einleitenden Aria in ihrer ganzen Reinheit wird durch die zuvor gehörten fabelhaften Metamorphosen bereichert.
Nach der legendären Aufnahme von Glenn Gould entwerfen Thibaut Garcia (Révélation Instrumentale der Victoires de la Musique Classique 2019) und Antoine Morinière eine Fassung für zwei Gitarren, wobei sie die Illusion bewahren, von einem einzigen Interpreten gespielt zu werden. Gefertigt aus dem Holz desselben Baumes, versprechen ihre beiden Instrumente eine tiefgründige Neuinterpretation dieses universellen Meisterwerks.