MAGDALENA KOŽENÁ / AZUL LIMA
Das Entdeckerkonzert der Ausgabe 2027. Entschieden abseits ausgetretener Pfade wird dieses Programm alle Bewunderer von Magdalena Kožená (und davon gibt es viele!) ebenso begeistern wie alle Entdecker des Repertoires mit herrlichen Stücken vom frühen italienischen Barock bis zur Musik von heute.
Programm
HENRY PURCELL (1659-1695)
„Music for a while“
„Sweeter than roses“
JOHN DOWLAND (1563-1626)
„In darkness let me dwell“
AZUL LIMA (1995-)
Improvisation
TARQUINIO MERULA (1595-1665)
„Canzonetta spirituale sopra alla nanna“
GIOVANNI GIROLAMO KAPSBERGER (1580-1651)
Kapsberger für Theorbe
BRETT DEAN (1961-)
Gertrude Fragments
– „Cast thy knighted colour off“
– „Wring from him the cause“
– „My too much changed son“
– „How is’t with you?“
– „If words be made of breath“
HENRY PURCELL (1659-1695)
Dido and Aeneas – Arie der Dido: „When I am laid in earth“
Pause
BARBARA STROZZI (1619-1677)
„Lagrime mie“
GIOVANNI GIROLAMO KAPSBERGER (1580-1651)
Toccata arpeggiata für Theorbe
GIULIO CACCINI (1551-1618)
„Odi, Euterpe“
ANTONIO CESTI (1623-1669)
„Disserratevi, abissi“
AZUL LIMA (1995-)
Improvisation – Passacaglia
LUCIANO BERIO (1925-2003)
Sequenza III für Frauenstimme
TARQUINIO MERULA (1595-1665)
„Quando io volsi l’altra sera“
Martha Argerich und Magdalena Kožená Schumann: Dichterliebe Op. 48: Nr. 1, Im wunderschönen Monat Mai
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Die Mezzosopranistin Magdalena Kožená ist eine faszinierende Persönlichkeit. Ob zerrissene Heldinnen aus Händels Opern oder zeitgenössische Werke – die tschechische Sängerin verbindet eine mitreißende Kunst des Ausdrucks mit souveräner Beherrschung der Nuancen. Gemeinsam mit dem argentinischen Gitarristen und Theorbisten Azul Lima verwandelt Kožená die melancholischen Klagelieder Dowlands in opernhafte Miniaturszenen. Ihre Kunst des recitar cantando verleiht jedem von den Worten angedeuteten Gefühl eindrucksvoll Ausdruck, wie dem ergreifenden Gefühl der Verlassenheit Didos in der Schlussarie aus Didon et Énée von Purcell. Mit der Aufführung der seltenen Werke von Giulio Caccini und Tarquinio Merula knüpft die Mezzosopranistin zudem an die reine Ursprünglichkeit der Geburtsstunde der Oper an. Stets visionär, verbindet sie in ihrem Konzert diese Juwelen des 17. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Schätzen: den Gertrude Fragments des australischen Komponisten Brett Dean und der legendären Sequenza III von Luciano Berio, die die Stimme in all ihren Facetten erstrahlen lässt.