DANIEL HARDING / VILDE FRANG
Für dieses Konzert gestaltet der Dirigent Daniel Harding einen großartigen Abschied von der Romantik. Ob Korngolds Konzert (getragen von der treuen norwegischen Geigerin Vilde Frang) oder Strauss’ Eine Alpensinfonie, das Programm entfaltet die ganze orchestrale Pracht des frühen 20. Jahrhunderts. Ein Konzert, das Berge versetzt.
Programm
ERICH WOLFGANG KORNGOLD (1897-1957)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Pause
RICHARD STRAUSS (1864-1949)
Eine Alpensinfonie op. 64
Daniel Harding dirigiert Rachmaninow: Sinfonie Nr. 2 e-Moll, op. 27: III. Adagio (VFO)
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Zwar wurde Korngolds Violinkonzert erst 1947 uraufgeführt, doch der österreichische Komponist war zutiefst im Wien der Vorkriegszeit verwurzelt. Schon in seiner Jugend verblüffte dieses Wunderkind die Musikwelt durch seine Frühreife und seine außergewöhnlich romantische Sprache, die in der Oper Die tote Stadt gipfelte. Auf der Flucht vor der NS-Verfolgung ließ sich Korngold in Hollywood nieder, wo er zu einem bedeutenden Filmkomponisten wurde. Sein Violinkonzert von überschwänglicher Lyrik verbindet auf brillante Weise seine filmischen Erfahrungen mit seiner Wiener Jugend.
Ebenso (post-)romantisch ist die Alpensinfonie von Strauss, das weitverzweigte Werk eines 50-jährigen Komponisten, der hier zum letzten Mal an das Genre der sinfonischen Dichtung anknüpft. Mit einer riesigen Besetzung vertont Strauss die Klänge der Berge und reiht sich damit in eine lange deutsche Tradition ein. Im idealen Rahmen der Salle des Combins ist es ein Vergnügen, eine Musik zu hören, die mit außergewöhnlicher Suggestionskraft die Besteigung eines Berges beschreibt – von der anfänglichen Nacht bis zum strahlenden Tag, wie eine Wanderung vom Aufstieg zum Gipfel bis zum Abstieg bei der Rückkehr!