YUNCHAN LIM / ANDRÁS SCHIFF / ALEXANDRA DOVGAN…
Eines der schönsten Programme des Verbier Festival 2027. Für die fünfte und letzte Rencontre Inédite tritt ein erlesener Kreis außergewöhnlicher Solisten mit einem kühnen Programm auf, das insbesondere das wunderbare Trio von Fanny Mendelssohn und Tschaikowskys groß angelegte Hommage an Rubinstein ins Licht rückt.
Programm
FANNY MENDELSSOHN (1805–1847)
Trio für Klavier und Streicher in d-Moll op. 11
(Dovgan, Conunova, Ferrández)
BÉLA BARTÓK (1881–1945)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 Sz. 75
(Frang, Schiff)
Pause
PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKY (1840–1893)
Trio für Klavier und Streicher in a-Moll op. 50 „À la mémoire d’un grand artiste“
(Lim, Szeps-Znaider, Han)
Besetzung
- Alexandra Conunova Violine
- Vilde Frang Violine
- Nikolaj Szeps-Znaider Violine
- Pablo Ferrández Violoncello
- Jaemin Han Violoncello
- Alexandra Dovgan Klavier
- Yunchan Lim Klavier
- András Schiff Klavier
Yunchan Lim: Dvořák: Klavierquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87: 3. Allegro moderato, grazioso
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Endlich! Das Trio von Fanny Mendelssohn erobert den Platz in der Kammermusik, den es verdient. Interpretiert von der Geigerin Alexandra Conunova, dem Cellisten Pablo Ferrández und der Pianistin Alexandra Dovgan, wurde dieses Meisterwerk lange Zeit unterschätzt. Das Schicksal von Fanny Mendelssohn, die wie ihr Bruder Felix ein Wunderkind war, der ihr Vater jedoch das Musizieren außerhalb des privaten Kreises untersagte, hat in der Tat etwas Erschütterndes. Erst ein befreiender Aufenthalt in Rom im Jahr 1839 ermöglichte es der Komponistin (wenige Monate vor ihrem vorzeitigen Tod im Jahr 1847), in diesem höchst inspirierten Trio ihr ganzes Genie zu entfalten. Man darf sich sodann auf das messerscharfe Geigenspiel von Vilde Frang und das idiomatische Klavierspiel von András Schiff in der Sonate Nr. 1 von Béla Bartók freuen, der sich hier auf dem Höhepunkt seiner Modernität zeigt. Als letzte Gäste eines „All-Star“-Abends präsentieren Yunchan Lim am Klavier, Nikolaj Szeps-Znaider an der Violine und Jaemin Han am Cello das gigantische (und einzige) Klaviertrio, das Tschaikowsky zum Gedenken an den Gründer des Moskauer Konservatoriums, Nikolai Rubinstein, komponierte. Mit seinen einleitenden und abschließenden Trauermärschen bildet es den expressiven kammermusikalischen Gipfel des russischen Musikers.