GÁBOR TAKÁCS-NAGY / MARTIN FRÖST
Gábor Takács-Nagy und Martin Fröst nehmen uns mit auf eine fesselnde musikalische Reise. Nach Brahms’ unwiderstehlichen Ungarischen Tänzen entfaltet die Klarinette ihre ganze emotionale Kraft (Mozarts Konzert) und ihre unglaubliche rhythmische Virtuosität (Nomadic Dances der Brüder Fröst). Zum Abschluss erreichen wir in den nordischen Nebeln von Mendelssohns Sinfonie Nr. 3 „Schottische“ endlich den sicheren Hafen. Glücklich, wer wie das Verbier Festival Chamber Orchestra eine schöne Reise getan hat…
Programm
JOHANNES BRAHMS (1833-1897)
Ungarische Tänze Nr. 1–6 WoO 1
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756-1791)
Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
GÖRAN FRÖST (1960-) / MARTIN FRÖST (1970-)
Nomadic Dances (Verbier Festival Fassung)
Pause
FELIX MENDELSSOHN (1809-1847)
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“
Besetzung
- Verbier Festival Chamber Orchestra
- Gábor Takács-Nagy Leitung
- Martin Fröst Klarinette
Martin Fröst spielt Anna Clynes Weathered: Clarinet Concerto in Verbier (VFCO, Gábor Takács-Nagy)
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Die Ungarischen Tänze zählen zu den populärsten Werken von Brahms. Weit entfernt von der späteren musikwissenschaftlichen Genauigkeit eines Bartók, ließ sich der deutsche Komponist von den Melodien inspirieren, die er in den Wiener Kaffeehäusern hörte, um daraus geschmackvolle folkloristische Stücke zu schaffen, durchzogen von jener typisch Brahmsschen Melancholie. In Begleitung von Martin Fröst bleiben wir in Wien, bei einem der ergreifendsten Werke des Repertoires. Als erhabener Schwanengesang zählt Mozarts Klarinettenkonzert zu den absoluten Höhepunkten für dieses Instrument. Im Herbst 1791 war die körperliche, soziale und finanzielle Lage des österreichischen Komponisten jedoch verzweifelt. Er ahnte es noch nicht, doch es blieben ihm nur noch zwei Monate zu leben. Erst die Begegnung mit dem Virtuosen Anton Stadler, dem Erfinder der Bassettklarinette (einer tiefer klingenden Klarinette), veranlasste Mozart, dieses anmutige Konzert zu schreiben, das in einem zeitlosen langsamen Satz gipfelt. Anschließend schlagen wir mit den Nomadic Dances von Martin und Göran Fröst neue Pfade ein: eine explosive Musik, die mit großer rhythmischer Freiheit verschiedene Instrumentaltraditionen erkundet. Weiterhin unter der Leitung von Gábor Takács-Nagy erreichen wir schließlich sicheren Hafen im nordischen Nebel von Mendelssohns Sinfonie Nr. 3 „Schottische“. Das hymnische Finale erinnert unwillkürlich an einen keltischen Männerchor. Glücklich, wer wie das Verbier Festival Chamber Orchestra eine so schöne Reise erleben durfte…