ROBERTO GONZÁLEZ-MONJAS / MARC-ANDRÉ HAMELIN…
Liebhaber französischer Musik, nichts wie hin zu diesem Konzert! Der junge, von den bedeutendsten internationalen Ensembles gefragte Dirigent Roberto González-Monjas leitet drei Juwelen in den Farben der Trikolore. Ein Abend voller Lebensfreude (Poulenc), poetischen Staunens (Saint-Saëns) und verhaltener Emotion (Fauré).
Programm
FRANCIS POULENC (1899-1963)
Sinfonietta
CAMILLE SAINT-SAËNS (1835-1921)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 in F-Dur op. 103 „Ägyptisches“
Pause
GABRIEL FAURÉ (1845-1924)
Requiem op. 48
Besetzung
- Verbier Festival Chamber Orchestra
- Roberto González-Monjas Dirigent
- Ying Fang Sopran
- Luca Micheletti Bariton
- Oberwalliser Vokalensemble Chor
- Marc-André Hamelin Klavier
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Poulencs 1948 entstandene Sinfonietta ist ein Wirbelwind aus guter Laune und Heiterkeit. Das sehr rhythmische Stück knüpft an den Geist der Vorkriegszeit an und bezaubert durch eine besonders betörende Schreibweise für die Bläser. Man verlässt es federleicht!
Camille Saint-Saëns war ein unermüdlicher Globetrotter. Einer Biografie zufolge soll der Komponist im Laufe seines Lebens 179 Auslandsreisen in 27 verschiedene Länder unternommen haben. Sein zwischen Januar und Mai 1896 geschriebenes Klavierkonzert Nr. 5, genannt „Ägyptisches“, entstand während eines langen Aufenthalts in Kairo und Luxor. Der zweite Satz des Klavierkonzerts Nr. 5 ist ein orientalisierendes Wunder. Saint-Saëns lässt sich vom Gesang eines Fährmanns inspirieren, den er während einer Nilkreuzfahrt hörte, bevor er uns mit Klängen eines balinesischen Gamelan in ein imaginäres Asien entführt. Einen besseren Kapitän als den Pianisten Marc-André Hamelin könnte man sich kaum wünschen, um die schimmernde Poesie dieses Juwels zu erkunden.
Faurés Requiem ist schließlich eines der Meisterwerke des geistlichen Repertoires. Kaum vorstellbar, dass der Komponist gerade beide Eltern verloren hatte, als er diese Kathedrale von unwirklicher Helligkeit schuf, in der der Tod „als glückliche Erlösung, als Sehnsucht nach dem Glück des Jenseits, eher als schmerzlicher Übergang“ betrachtet wird. Für dieses bewegende Requiem wird Roberto González-Monjas auf ein schönes lyrisches Duo (Ying Fang, Luca Micheletti) sowie die Chöre des Oberwalliser Vokalensemble bauen.