SONYA YONCHEVA / MALCOLM MARTINEAU
Zwischen Sonya Yoncheva und Malcolm Martineau herrscht vollkommenes Einvernehmen. Die bulgarische Diva, gefeierter Star der Met in New York, von Covent Garden in London und der Mailänder Scala, präsentiert an der Seite des schottischen Pianisten ein italienisches Rezital, in dem sich die Intimität des Liedes mit der Pracht der Opernarien verbindet.
Programm
GIACOMO PUCCINI (1858-1924)
„Sole e amore“
„Terra e mare“
„Mentía l’avviso“
„Canto d’anime“
GIUSEPPE MARTUCCI (1856-1909)
„Al folto bosco, placida ombria“ op. 68 Nr. 6
PAOLO TOSTI (1846-1916)
„L’ultimo bacio“
„Ideale“
GIUSEPPE VERDI (1813-1901)
„In solitaria stanza“
„Ad una stella“
„L’esule“
Pause
GIACOMO PUCCINI (1858–1924)
Le Villi – Arie der Anna: „Se come voi piccina“
Tosca – Arie der Tosca: „Vissi d’arte“
ISAAC ALBÉNIZ (1860-1909)
Tango in D-Dur op. 165 Nr. 2
GIACOMO PUCCINI (1858–1924)
La Bohème – Arie der Mimì: „Donde lieta uscì“
Sonya Yoncheva singt Rossini: Stabat Mater: VIII. Inflammatus et accensus beim Verbier Festival 2025
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Ganz aus Gold und Purpur – die Stimme von Sonya Yoncheva ist ein Zauber. Ihr samtiges, natürliches Timbre entfaltet im heiklen Zusammenspiel von Gesang und Klavier eine wahre Wunderwirkung. Begleitet wird sie von Malcolm Martineau, der ihrer Stimme in diesem zweigeteilten Programm in jede kleinste Nuance folgt. Zunächst freut man sich auf die Entdeckung früher Lieder Puccinis, wie Mentìa l’avviso, das für die Abschlussprüfung am Mailänder Konservatorium geschrieben wurde, oder das wogende Terra e mare, ein Wunderwerk poetischer Bildkraft. Ebenso vielversprechend lassen drei Jugendlieder Verdis den künftigen Schöpfer von La Traviata erahnen, ergänzt durch die wunderbaren Entdeckungen von Giuseppe Martucci und Paolo Tosti, einem wahren Star der italienischen Liedkunst, der als einer der wenigen italienischen Komponisten zeitlebens nie eine Oper schrieb. Nach der Pause entfaltet Sonya Yoncheva in Opernarien die ganze lyrische Bandbreite ihrer Stimme. Vom anrührenden „Se come voi piccina“ aus Le Villi bis zum erhabenen Vissi d’arte aus Tosca (durch Callas unsterblich gemacht) nimmt Puccini naturgemäß eine zentrale Rolle ein. Die ergreifende Arie aus dem dritten Akt von La Bohème, in der Mimì von ihrem Geliebten Abschied nimmt, beschließt dieses von großer Großzügigkeit geprägte Programm.