YING FANG / KEN NODA
Die Stimme von Ying Fang ist von herrlicher Reinheit. Die große chinesische Sopranistin tritt heute Abend im intimen Rahmen eines Liederabends mit einem Repertoire auf, das alle leuchtenden Qualitäten ihres Talents zur Geltung bringt, im nuancenreichen Dialog mit dem Pianisten Ken Noda.
Programm
Werke von Strauss, Canteloube, Händel u. a.
Ying Fang singt Mahler: Sinfonie Nr. 4: IV. Sehr behaglich (Eschenbach)
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Ying Fang gibt es selbst zu: Mozart hat sie für die Oper begeistert. Als sie am Konservatorium in Shanghai studiert, nimmt die Sängerin an einer Aufführung der Hochzeit des Figaro teil die ihr Leben erschüttert. Wie sie selbst sagt: „Mozarts Musik ist für mich wie ein Paradies. Seine Fantasie, Reinheit, Virtuosität, Leidenschaft, Unschuld und Dunkelheit (…) sind wie ein Balsam für meine Stimme.“ Eine Mozart-Rolle passt ihr besonders wie angegossen: „Susanna ist intelligent, witzig, zuverlässig, stark, mitfühlend und sie hat einen unglaublichen Mut!“, fügt sie hinzu. Darin zeichnet sich zugleich ein indirektes Porträt der Sopranistin ab, die seit ihrem Studium an der Juilliard School in New York lebt und die man dennoch nicht auf das klassische Repertoire beschränken sollte, denn ihre volle, meisterhaft subtile Stimme entfaltet sich auch bei Händel, dessen Opern und Oratorien sie mit besonderer Affinität interpretiert. Das Verbier Festival entdeckt sie früh: Bereits 2016 gibt Ying Fang dort ihr Debüt als Nannetta in Falstaff von Verdi an der Seite von Bryn Terfel, bevor sie die Salle des Combins mit einer unvergesslichen Lauretta in Gianni Schicchi von Puccini verzaubert. Heute Abend, an der Seite des Pianisten Ken Noda, mit dem sie regelmäßig an der Met in New York zusammenarbeitet, lässt Ying Fang das ganze Licht ihres Timbres in den wunderbaren Chants d’Auvergne von Canteloube und in Stücken von Strauss erstrahlen, die wie maßgeschneidert für ihre strahlende Stimme wirken.