MAXIM VENGEROV / MARTHA ARGERICH
Der Traum jedes Musikliebhabers für diese neue Beethoven-Gesamtaufführung. In drei Konzerten präsentieren die souveräne Violine von Maxim Vengerov und das überragende Klavier von Martha Argerich den gesamten Zyklus der zehn Sonaten für Klavier und Violine des deutschen Komponisten. Musik in ihrer reinsten Form.
Programm
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 D-Dur op. 12 Nr. 1
Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 Es-Dur op. 12 Nr. 3
Pause
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Sonate für Klavier und Violine Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzer“
Maxim Vengerov spielt die Partita für Violine Nr. 2 d-Moll, BWV 1004: III. Sarabande beim Verbier Festival
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Nur fünfzehn Jahre liegen zwischen der ersten und der zehnten Sonate für Klavier und Violine. Dennoch ist der Weg zwischen diesen beiden Polen immens, da Beethoven die Violinsonate, wie wir sie heute kennen, Schritt für Schritt neu erfindet. Ursprünglich als „Sonaten für Cembalo oder Klavier mit einer Violine“ betitelt, führen die ersten drei Stücke von op. 12 das Mozart’sche Erbe fort, in dem sich die Violine von der Allmacht des Klaviers emanzipiert. Neben der jugendlichen Nr. 1 ist die Sonate Nr. 3 ein Juwel voller Witz und Verspieltheit, in dem eine flinke Violine mit einer sprühenden Klavierstimme um die Wette eifert.
Mit ihren vierzig Minuten ist die Nr. 9, genannt „Kreutzer-Sonate“ (benannt nach ihrem Widmungsträger, dem französischen Geiger Rodolphe Kreutzer, der sich jedoch weigerte, sie zu spielen), sicherlich die berühmteste des Zyklus; sie ist zudem die technisch anspruchsvollste und dramatischste. Leo Tolstoi machte sie in seiner gleichnamigen Novelle zum Sinnbild leidenschaftlicher Liebe. Kann man sich für einen solchen Gipfel bessere Führer als Maxim Vengerov und Martha Argerich wünschen? Ein grandioses Duo für eine großartige Gesamteinspielung.