NIKOLAJ SZEPS-ZNAIDER / NOBUYUKI TSUJII
Der Dirigent Nikolaj Szeps-Znaider leitet ein faszinierendes Programm. Auf der einen Seite eines der berühmtesten Konzerte des Repertoires, Rachmaninows Zweites, interpretiert vom japanischen Pianisten Nobuyuki Tsujii. Auf der anderen ein großartiges Werk, leider allzu selten zu hören, da es vom Erfolg der Symphonie „Aus der Neuen Welt“ überschattet wird, Dvořáks Symphonie Nr. 7.
Programm
SERGE RACHMANINOFF (1873-1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Pause
ANTONÍN DVOŘÁK (1841-1904)
Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70
Besetzung
- Verbier Festival Chamber Orchestra
- Nikolaj Szeps-Znaider Dirigent
- Nobuyuki Tsujii Klavier
Nikolaj Szeps-Znaider dirigiert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97 „Rheinische“: IV. Feierlich
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Die Geschichte ist bekannt: 1897 fiel Rachmaninoff nach dem Misserfolg seiner Sinfonie Nr. 1 in eine tiefe Depression. Durch die Begegnung mit Doktor Nikolai Dahl, der Hypnose praktizierte, vollendete er sein Zweites Klavierkonzert. Ein Werk, das eine glanzvolle Rückkehr ins Leben darstellt: Dem Grabgeläut der Einleitung antwortet die tröstliche Insel des langsamen Satzes, gefolgt vom Triumph der abschließenden Peroration. Dvořáks Sinfonie Nr. 7, 1885 in London uraufgeführt, überrascht durch ihre tragische Dimension. Fernab der böhmischen Folklore beeindruckt die Musik durch ihre Vehemenz und formale Strenge. Ähnlich wie Beethovens Fünfte beginnt die Sinfonie in Moll, um in Dur zu enden, doch der tschechische Komponist behält die Molltonart bis zum Schluss bei und lässt das C-Dur erst in den letzten sechs Takten erklingen. Ein Tour de Force, das vom Verbier Festival Chamber Orchestra meisterhaft dargeboten wird.