TIANYAO LYU
Es war wie eine Erscheinung: Mit 16 Jahren wurde Tianyao Lyu eine der jüngsten Finalistinnen des renommierten Chopin-Wettbewerbs, zog die Aufmerksamkeit von Publikum und Kritik gleichermaßen auf sich und gewann unter anderem den Preis für die beste Konzertinterpretation. Inzwischen steht die in China geborene Pianistin exklusiv bei einem großen Plattenlabel unter Vertrag und präsentiert ein Rezital, das ihren Lieblingskomponisten Frédéric Chopin in den Mittelpunkt stellt.
Programm
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756-1791)
Sonate für Klavier in D-Dur KV 576
FRÉDÉRIC CHOPIN (1810-1849)
Barcarolle in Fis-Dur op. 60
Scherzo Nr. 4 in E-Dur op. 54
Pause
FRÉDÉRIC CHOPIN (1810-1849)
Prélude in cis-Moll op. 45
Drei Walzer op. 64
Etüde in As-Dur op. 25 Nr. 1
Etüde in gis-Moll op. 25 Nr. 6
Variationen über „Là ci darem la mano“ aus Mozarts Don Giovanni op. 2
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Tianyao Lyus Verbindung zum polnischen Musiker ist außergewöhnlich. Im Alter von acht Jahren entdeckte die junge Pianistin sein Werk unter erschütternden Umständen: Ihre schwer kranke Großmutter hörte jeden Tag das Klavierkonzert Nr. 1. „Die Musik gab ihr in ihren schwierigsten Momenten immense Kraft“, sagt sie rückblickend. „Diese Erfahrung lehrte mich, dass Musik nicht nur eine Kunst, sondern auch eine lebensbejahende Kraft ist.“ Um die tiefe Menschlichkeit in Chopins Musik immer besser zum Ausdruck zu bringen, zog Tianyao Lyu nach Polen, wo sie bis heute lebt. Für ihren ersten Auftritt in Verbier widmet die aus Peking stammende Pianistin dem Komponisten der Nocturnes und der Barcarolle ganz selbstverständlich viel Raum und verbindet ihn auf subtile Weise mit Mozarts letzter Sonate. Zu den Höhepunkten ihres Rezitals gehören der berühmte Minutenwalzer und die Variationen op. 2, 1827 über eine Arie aus Don Giovanni geschrieben, die Schumann mit den Worten begrüßte: „Hut ab, ihr Herren, ein Genie!“. Mit Tianyao Lyu ist Chopins Klavier in besten Händen.