EVGENY KISSIN
Seit der ersten Ausgabe 1994 dabei, hat das Festival Evgeny Kissin wachsen und reifen sehen, bis er zu einem der herausragendsten Musiker unserer Zeit wurde. Zum 200. Todestag des deutschen Komponisten präsentiert der berühmte Pianist ein unvergessliches Panorama von Beethovens Musik, von der ersten Wiener Sonate über den Wendepunkt der Nr. 13 bis zu den späten Diabelli-Variationen.
Programm
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Klaviersonate Nr. 1 f-Moll op. 2 Nr. 1
Klaviersonate Nr. 13 Es-Dur op. 27 Nr. 1
Pause
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827)
Diabelli-Variationen op. 120
Evgeny Kissin spielt Beethoven: Klaviersonate Nr. 7 D-Dur, op. 10 Nr. 3: I. Presto in Verbier
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Das Klavier begleitet Beethovens gesamtes Leben. Ohne Übertreibung könnte man sagen, dass sich beide parallel entwickeln: das eine, indem es die Saiten des Pianoforte hinter sich lässt und zur Kraft des modernen Klaviers findet, das andere, indem es sich von der klassischen Sprache entfernt und immer unerhörtere Klanglandschaften erkundet. 1794 ist Beethoven noch ein junger Virtuose, gerade erst in Wien angekommen. Seine Kunst, geprägt von Reminiszenzen an Mozart (den er getroffen hat) und Haydn (bei dem er studierte), wandelt sich in der Sonate Nr. 13 von 1801 grundlegend. Der ins Auge gefasste Titel „Quasi una fantasia“ zeigt deutlich den Willen des Musikers, formale Strukturen zu überschreiten und einer zwingenden Inspiration freien Lauf zu lassen. Zwanzig Jahre später ist die Revolution in den Diabelli-Variationen vollendet: Ausgehend von einem harmlosen Walzer des gleichnamigen Verlegers spannt Beethoven einen fabelhaften Bogen von 33 Metamorphosen, in dem alle menschlichen Gefühle und Leidenschaften vorbeiziehen. In diesem Jubiläumsjahr kehrt Evgeny Kissin in voller Pracht zur Musik des deutschen Komponisten zurück, um eine neue Seite der Beethoven-Interpretation zu schreiben.