CARTE BLANCHE FÜR YUJA WANG
Yuja Wang versteht es wie keine andere, uns zu überraschen. Für ihre Carte blanche rückt die virtuose Pianistin befreundete Musiker ins Rampenlicht, etwa den Franzosen Gautier Capuçon in einer schönen Sonate von Grieg, und Yamen Saadi (Konzertmeister der Wiener Philharmoniker) in Bergs Kammerkonzert, wo technische Zwänge sich mit glühender Lyrik verbinden.
Programm
EDVARD GRIEG (1843-1907)
Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll op. 36
FELIX MENDELSSOHN (1809-1847)
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 49
Pause
ALBAN BERG (1885-1935)
Kammerkonzert für Violine, Klavier und dreizehn Bläser
Besetzung
- James Gaffigan Dirigent
- Yamen Saadi Violine
- Gautier Capuçon Cello
- Yuja Wang Klavier
Smetana: Sonate für zwei Klaviere zu acht Händen beim Verbier Festival 2018 (Wang, Kissin, Schiff, Cho)
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Das Klavierkonzert von Edvard Grieg zählt zu den Lieblingswerken von Yuja Wang. Da sie kein zweites Konzert des norwegischen Komponisten spielen kann, präsentiert die chinesisch-amerikanische Pianistin die Sonate für Violoncello und Klavier, die ursprünglich als konzertantes Stück gedacht war. Da das Werk für John Grieg, den Bruder des Komponisten, komponiert wurde, lädt Yuja Wang ihren musikalischen „Bruder“ Gautier Capuçon ein, um diese wunderschöne, lyrische Sonate gemeinsam zu interpretieren.
„Es ist das überragende Trio unserer Zeit, das noch unsere Enkel und Urenkel viele Jahre lang erfreuen wird“, schrieb Schumann über Mendelssohns Trio Nr. 1. Die Nachwelt hat dem sächsischen Komponisten recht gegeben: Auch nach 180 Jahren zählt das Trio Nr. 1 nach wie vor zu den beliebtesten Werken des kammermusikalischen Repertoires. Den Verdienst dafür tragen die raschen Stimmungswechsel innerhalb ein und desselben Satzes sowie der schnelle, lebendige Dialog zwischen den Instrumenten in einem leichten, virtuosen Stil.
Zum Abschluss dieser Carte blanche interpretiert Yuja Wang das berühmte Kammerkonzert von Alban Berg. Ein Werk, das ihr ähnelt: Eine gewaltige technische Virtuosität (Berg verwendet Zwölftonreihen, die auf den musikalischen Initialen Schönbergs, seines Lehrers, Weberns, seines Kollegen, sowie seinen eigenen basieren) im Dienst einer glühenden Ausdruckskraft. In diesem Meisterwerk, in dem Klavier und Violine miteinander im Dialog stehen, lädt die Pianistin Yamen Saadi ein, einen jungen, brillanten Geiger aus Nazareth, der mit noch nicht einmal dreißig Jahren bereits die ganze Welt erobert.